Bestsellerautor Carsten Jensen liest in der Dansk Centralbibliotek for Sydslesvig

// Aktuell: Jensen erhält »Europa-Preis der EUF – gestiftet vom Hochschulrat« // Carsten Jensen (Jg. 1952), Dänischer Erfolgs-Autor, Journalist und Kritiker und Professor für Kulturanalyse an der Humanistischen Fakultät der Süddänischen Universität, gab am 21.03.2018 in der gut besuchten Dansk Centralbibliotek for Sydslesvig eine Lesung (Fotos von der Veranstaltung). Jensen gilt als einer der profiliertesten Essayisten Dänemarks sowie als einer der schärfsten Gegner des militärischen Engagements des Westens in Afghanistan. Sein bisher erfolgreichster Roman ist das 2006 erschienene Werk „Vi, de druknede“, das auf Deutsch unter dem Titel „Wir Ertrunkenen“ herausgegeben wurde. In Dänemark war der Roman mit 120.000 verkauften Exemplaren ein überragender Erfolg.

Jensen verfasste bisher vier Romane sowie einige Reiseerzählungen und etliche Essays. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet (unter anderem mit dem Olof Palme Preis, 2009).

Im Jahr 2016 veröffentlichte Carsten Jensen zusammen mit Norse Anders Hammer das Buch „Der Krieg hört nie auf – Berichte aus Afghanistan“. Im Jahr 2013 und 2016 reisten die beiden zusammen in das Land Schulen, Krankenhäuser, Gerichte und Gefängnisse zu besuchen, und nicht zuletzt, um mit Menschen zu reden, die vom Krieg betroffen sind.

Der Verleger Johannes Riis beschreibt Carsten Jensen: „Er ist zu Recht bekannt und gefürchtet als scharfe und furchtlose Stimme, als #Sozialkritiker mit rücksichtslosem Auge für die Machthaber.

Am 13. März 2017 ist sein neuestes Buch erschienen mit dem Titel „Der erste Stein„. Der Verlag über das Buch: Im Herz der Finsternis – Der große Antikriegsroman von einem der schärfsten Gegner des militärischen Engagements des Westens in Afghanistan

In einem Militärcamp in Afghanistan trifft ein Zug dänischer Soldaten ein, 24 Männer und die Soldatin Hannah unter Führung des charismatischen Rasmus Schrøder. Alle sind hochmotiviert, hervorragend ausgebildet und abenteuerhungrig. Doch die Tage fließen monoton dahin, bis durch eine Landmine zwei Männer sterben und eine sich immer schneller drehende Spirale der Gewalt in Gang setzt. Als schließlich Schrøder die Truppe verrät, gerät alles außer Kontrolle.

„Der erste Stein“ ist ein großes Epos über Menschen in den Fängen des Krieges und über Freundschaft, Liebe, Verrat und den Tod.

Hintergrund:
Der blutige Krieg in Afghanistan, der über viele Jahre von der Bundesregierung nicht so genannt wurde, sondern mit der Vokabel „Stabilisierungseinsatz“ kaschiert, ist längst verloren. Jetzt, nachdem es keine Hoffnung mehr gibt auf einen Sieg gegen die Taliban, scheuen deutsche Außenpolitiker ein Wort, das noch viel verstörender klingt: Niederlage. Seit 1945 mussten Deutsche dieses Wort nicht mehr aussprechen. Quelle: Zeit

AKTUELL: Carsten Jensen erhält »Europa-Preis der EUF – gestiftet vom Hochschulrat« Preisübergabe am 16. Mai 2018 in Flensburg