Black lives matter – Silent Protest – Flensburg

Am 06.06.2020 fand statt an der Flensburger Hafenspitze sowie in mehreren Städten in ganz Deutschland ein „Stiller Protest“ gegen Rassismus. In Flensburg versammelten über 1000 Menschen, meist in schwarz gekleidet. Viele hielten Transparente in der Hand. Acht Minuten lang war der Hafen völlig still. Solange hielt ein amerikanischer Polizist sein Knie am Hals des Schwarzen George Floyd. Dieses führte zu seinem Tod. 

Auf der Veranstaltung sprachen mehrere Personen. Großem Beifall beim Publikum fand die Rede von Aminata Toure (im Bild oben). Sie ist Politikerin von Bündnis 90/Die Grünen und Mitglied und seit dem 28. August 2019 Vizepräsidentin des Schleswig-Holsteinischen Landtages. Sie sagte (verkürzt):

„Du kriegst eine Wohnung nicht, weil du schwarz bist,
du wirst öfter kontrolliert, weil du schwarz bist,
du wirst beleidigt, weil du schwarz bist,
du wirst körperlich angegangen, weil du schwarz bist.
Rassismus ist keine punktuelle Erfahrung. Sie ist die Summe aller Erfahrung, die man immer und immer wieder macht.“

Im Weiteren las Sara Schierholz u.a. die Liste der in diesem Jahr in den USA ermordete schwarze Personen vor.

In der Redepause spielte Musiker Alex Bergfeld auf der Gitarre einen Song vom Bob Marley: „Redemption Song“ (engl. für „Erlösungslied“), hier ein Ausschnitt aus dem Text:

„… Won’t you help to sing
These songs of freedom?
‚Cause all I ever have
Redemption songs
Redemption songs …“

Übersetzung:

„… Wollen Sie nicht mitsingen
Diese Lieder der Freiheit?
Denn alles, was ich je habe.
Erlösungslieder
Erlösungslieder …“

Die weiteren Redner/innen waren: Patricia Nnadi (Kollektiv afrodeutscher Frauen), Rakiya Suleman und der LINKEN-Politiker und MdB Lorenz Gösta Beutin. Durch die Veranstaltung führte Cliff Marcel.

Mehr Fotos von der Veranstaltung: https://ogy.de/r9bt