Bundesminister Andreas Scheuer besucht Einweihung der Wasserstoff-Produktionsanlage in Bosbüll (Kreis Nordfriesland)

Am Dienstag-Mittag hatte sich Politprominenz hinterm Deich in der nordfriesischen Ortschaft Bosbüll, nahe Klixbüll / Niebüll, eingefunden. Der Grund: Einweihung der Wasserstoff-Produktionsanlage.

Am Dienstag-Mittag hatte sich Politprominenz hinterm Deich in der nordfriesischen Ortschaft Bosbüll, nahe Klixbüll / Niebüll, eingefunden:
– Andreas Scheuer (CSU), Bundesminister für Verkehr und digitales Infrastruktur sowie
– Philipp Albrecht, (Bündnis 90/die Grünen) und Minister in Schleswig-Holstein für Energiewende und Landwirtschaft sowie Umwelt und Digitalisierung sowie
– Astrid Damerow, Politikerin (CDU) und Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Nordfriesland/Dithmarschen-Nord und
– Florian Lorenzen, Politiker (CDU) und Landrat des Kreises Nordfriesland.

Der Grund: Einweihung der Wasserstoff-Produktionsanlage. Der Bundes-Minister zeigte sich „sehr, sehr angetan von dem Projekt.“ Für dieses greift der Staat tief in die Tasche, wird es doch mit rund acht Millionen Euro Bundesmittel gefördert. Minister Scheuer sei überzeugt, dass es gut angelegtes Geld für die Mobilität der Zukunft sei.

Initiator für dieses Projekt ist die GP Joule. Dessen Geschäftsführer Ove Petersen sagte, dass sogenannte eFarm-Projekt in Nordfriesland eine Versorgungssicherheit für 100 % grünen, regional erzeugten Wasserstoff aus Windstrom herstelle. Das Unternehmen bereitete so allen Bürgern und Unternehmen, die sich ein Wasserstoff-Fahrzeug anschaffen wollen, den Weg. Was dafür nötig ist?

– Fünf Wasserstoffproduktionsstandorte (1,125 MW Gesamtleistung) an Windparks
– Zwei Wasserstoff-Tankstellen in Husum und Niebüll
– Zwei Brennstoffzellenbusse für den Linienbusverkehr
– Dreißig Brennstoffzellen-PKWs.

Mehr als 300 Millionen Euro extra für grünen Wasserstoff
Grüner Wasserstoff ist seit Jahren ein Schwerpunktthema der Energieforschungsförderung des Bundesforschungsministeriums.

Im Bereich der Wasserstofftechnologie fördert das BMBF technologieoffen hochinnovative Ansätze zu Produktion, Transport und Nutzung. Im Fokus stehen Elektrolyse, Methanpyrolyse, künstliche Photosynthese sowie Brennstoffzellen.
Dafür investiert das BMBF bis 2021 bereits 180 Millionen Euro. Diese Innovationsförderung soll nun noch stärker mit der Klima-, Energie- und Wirtschaftspolitik verzahnt werden.

Im Rahmen der Nationale Wasserstoffstrategie wird das BMBF die Entwicklung neuer klimafreundlicher Wasserstofftechnologien weiter vorantreiben. Mehr als 300 Millionen Euro stehen dafür bis 2023 allein aus dem Klimafonds bereit. Quelle: bmbf

Quellen: Eigene Recherchen vor Ort, bmbf, GP Joule.
Bildaufmacher:Bundesminister Andreas Scheuer