Flensburg: Demonstration gegen den Angriffskrieg der Türkei auf die kurdischen Gebiete

Aktuell: Am Montag, 14.10.2019 soll wieder in Flensburg demonstriert werden // Am 10.10.2019 sind ca. 300 Demonstranten in Flensburg auf die Straße gegangen um gegen den Angriffskrieg der Türkei auf die kurdischen Gebiete zu protestieren. Die Demo begann mit einer Kundgebung auf dem Südermarkt. Anschließend zogen die Demonstranten durch die Flensburger Innenstadt, um abschließend vor den Toren der „Rheinmetall Military Vehicles GmbH“ eine Schlusskundgebung zu halten (Hier einige Fotos)

Auf der Kundgebung auf dem Südermarkt nahmen teil auch prominente Flensburger Kommunalpolitiker von Bündnis 90/Die Grünen, SPD, DIE PARTEI sowie DIE LINKE. Kommunal-Politiker der CDU und FDP waren, soweit der Fotograf beobachten konnte, nicht zugegen.

Nach der Erstkundgebung auf dem Südermarkt zogen die Demonstranten durch die Innenstadt,  sie hielten Parolen wie „Es lebe der Widerstand von Rojava“ oder „Mörder Erdoğan“ oder „Wider dem Fachismus“.  Der Tross durchquerte den Holm, passierte die Neue Straße, lief ein Stück die Schiffbrücke entlang und landete schließlich vor dem Werktoren der „Rheinmetall Military Vehicles GmbH“, an der Werftstraße (Flensburger Hafen, West). Hier fand die Schlusskundgebung statt.

In den Reden wurde die Geschäftsführung der „Rheinmetall Military Vehicles GmbH“ scharf kritisiert. Es wird an dieser Stelle aus einen Flyer mit dem Namen „Kobane Rojava Kurdistan Demokratische Autonomie Verteidigen“ zitiert, der an Passanten und Demoteilnehmern ausgehändigt wurde:

„Wir werden uns vor den Toren der Rheinmetall MAN Military Vehicles GmbH treffen. Sie ist ein Joint Venture von MAN und Rheinmetall, zwei der entscheidenden Firmen in der deutschen Rüstungsindustrie. Direkt dahinter schließt sich das Gelände der Flensburger Fahrzeug Gesellschaft FFG an. Beide Firmen arbeiten hier ausschließlich an Militärfahrzeugen.

Hier in Flensburg werden also solche Panzer gewartet, wie die, de die BRD an die Türkei geliefert hat. “

Weiter steht in dem Papier, dass „die Panzer deutscher Herstellung .. aktuell für den völkerrechtswidrigen Krieg der Türkei gegen die Bevölkerung im Norden Syriens eingesetzt“ würden. Deutschland sei „somit direkt an unvorstellbar grausamen Kriegshandlungen beteiligt“ und schlüge „Gewinn aus dem Mord an Menschen, die unter widrigsten Bedingungen ein progressives Gesellschaftssystem aufgebaut“ hätten. (…)

Die deutsche Regierung mache sich selbst nicht nur durch die Waffenlieferungen zur „Erfüllungsgehilfin und zum erweiterten Arm Erdogans“, sie hülfe ihm auch dadurch, dass sie „die kurdische Bewegung hierzulande weiterhin kriminalisierte“ (…).

„Unternehmen wie Rheinmetall … dürfen keine Waffen an die türkische Regierung liefern! Von einem Unternehmen, das sein Geld mit der Produktion von Mordmaschinen verdient, ist kaum Einsicht zu erwarten. Darum müssen Rüstungsexporte mit allen Mitteln verhindert werden: sei es durch direkte Aktionen, Sabotage, Wehrkraftzersetzung und Akte des zivilen Ungehorsams, sei es durch entschlossenes Handeln der Regierung!“

„Militäroffensive in Syrien stoppen“
Die NGO Attac Deutschland startet zu dem Thema eine Unterschriftenaktion: „Militäroffensive in Syrien stoppen“: Die türkische Regierung trüge mit ihrem Militäreinsatz im Nordsyrien zu einer neuerlichen Eskalation der Situation in der Region bei. Attac verurteilt die Intervention der türkischen Regierung und fordert eine Lösung der Konflikte auf dem Verhandlungsweg. Syrien-Petition: https://www.attac.de/startseite/detailansicht/news/kein-krieg-in-rojava/

Hier ein Live-Video von der Kundgebung vor dem Werkgelände „Rheinmetall Military Vehicles GmbH“

Aktuell: Am Montag, 14.10.2019 soll wieder in Flensburg demonstriert werden, hier weitere Infos