Flensburg: „Fridays for Future“ – Demonstration

Am frühen Nachmittag des 25.09.2020 haben mehrere Hundert Demonstranten die Rathausstraße (Flensburger Innenstadt) besetzt. Die meist jungen Demonstranten setzten sich auf die Straße und streckten Pappschilder und Transparent vor. Eine Sprecherin stand im Kreuzungsbereich Rathausstraße / Holm / Große Straße auf einen Tisch (siehe Foto) und hielt im Zentrum, mitten im Herzen der Innenstadt, eine Rede. Die Demonstration in Flensburg war ein Teil des globalen Klimastreiks vom 25.09.2020. Alleine in Deutschland fanden an über 450 Orten Protestaktionen statt.Die Kernforderungen der Demonstranten sind: Die Einhaltung der 1,5-Grad-Grenze,  Kohleausstieg bis 2030 und eine sozial-ökologische Wende. In einer Vorab-Presseveröffentlichung vom 25.08.2020 hieß es:

„Bereits in den kommenden Jahren könnten wir die im Pariser Klimaabkommen vereinbarte 1,5-Grad-Grenze überschreiten. Zeitgleich fließen im Rahmen der Corona-Aufbauprogramme auch in Deutschland und der EU Milliarden in Kohle, Öl und Gas.

Um die Klimakatastrophe zu verhindern dürfen von nun an keine Entscheidungen mehr getroffen werden, die die Einhaltung von Paris verhindern und Millionen Menschen gefährden“ Zitat Line Niedeggen, Heidelberg.

Carla Reemtsma, Bundessprecherin der  „Fridays for Future“ – Bewegung aus Münster, wird zitiert:

„Vor einem Jahr haben wir im September die größten Proteste des wiedervereinigten Deutschlands organisiert und die gesellschaftlichen Mehrheiten im Klimaschutz aufgezeigt. Noch immer gibt es auch im deutschen Bundestag keine Partei, die einen Plan zur Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels vorgelegt hat.

Um die weltweiten Folgen der Klimakrise abzuschwächen, werden wir nach den katastrophalen Entscheidungen im laufenden Jahr wie der Verzögerung des Kohleausstiegs diesen gesellschaftlichen Druck am 25. September wieder deutlich machen“. Quelle:

Auch der in Flensburg lebende Grüne Europaabgeordnete Rasmus Andresen hat sich zu dem Thema geäußert. Er wird zitiert:

„Ein Jahr ist es nun her, dass die Fridays for future – Bewegung den Klimawandel auf der politischen Tagesordnung ganz nach oben gesetzt hat. Millionen Menschen waren im vergangenen Jahr auf den Straßen unterwegs, um für einen Ausstieg aus der Kohlekraft und eine schnellstmögliche Reduzierung der Treibhausgasemissionen zu demonstrieren. Sie haben mehr als deutlich gemacht: Die Zeit läuft!

Es ist ihr Verdienst, dass die EU-Kommission einen Green Deal als ihr wichtigstes Projekt vorgelegt hat und die halbe Welt über Klimapolitik redet.

Gerade in Deutschland ist aber bisher zu wenig passiert.

2020 muss das Jahr einer sozial-ökologischen Wende werden. Wir müssen jetzt handeln und massiv in einen Green New Deal investieren, um die EU bis 2040 klimaneutral zu machen und niemanden fallen zu lassen. Dafür braucht es weiterhin den Druck von der Straße und ich rufe dazu auf, sich auch in diesem Jahr an den Klimaprotesten zu beteiligen.

Als Flensburger Europaabgeordneter freue ich mich über das Engagement vieler Flensburger*innen für eine klimagerechte Zukunft.

Viele Klimainitiativen machen Klimaschutz konkret, unsere Hochschulen sind in der Klimaforschung führend und viele junge Menschen gehen regelmäßig auf die Straße und finden sich nicht mit faulen Kompromissen ab, die unserem Klima schaden.“ Quelle: Website Rasmus Andresen

Der Klima- und Energiepolitiker der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, Lorenz Gösta Beutin (siehe Foto, Archiv), wird zitiert:

„Die Klimakrise hat in der Corona-Pandemie keine Pause gemacht. Die klimaschädlichen CO2-Emissionen steigen weltweit weiter auf historisch nie dagewesene Werte, und trotz Rekorddürren, Klimaflucht, anhaltender Warnungen aus Wissenschaft und volkswirtschaftlichen Milliardenschäden schützt die Bundesregierung lieber die Gewinne fossiler Konzerne als das Klima.

Auf der Tagesordnung stehen auch weiterhin: Eine sozial ungerechte und zu langsame Energiewende, viel zu später Kohleausstieg, Stillstand bei der Verkehrswende und weiterhin fließen Milliarden an Steuergeldern in fossile Projekte wie Pipelines, Autobahnen und Flughäfen.

Die Große Koalition hat nur Klima-Pillepalle zu bieten. Zeigen wir ihr, dass sie damit nicht durchkommen darf.“

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