Flensburg: „System Error“ – Filmscreening + anschl. Filmgespräch mit Florian Opitz

Am 13.09.2018 lief im „51 Stufen Kino – Im Deutschen Haus“ der neue Film von Florian Opitz: „System Error“. Der Dokumentarfilmregisseur war anwesend und die Gäste fanden im Anschluß der Aufführung die Möglichkeit, Florian Opitz ein paar Fragen zu stellen. „System Error“ wurde in Kooperation mit der Europa Universität Flensburg und dem „Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. – BEI“ gezeigt.

Mit „SYSTEM ERROR“ führte der Dokumentarfilmer die Zugucker ein in die Welt des real existierenden Kapitalismus. Er betrachtet diese aus der Perspektive der „Kapitalisten“, die das große Wachstumsrad mit fast religiösem Eifer immer weiter antreiben und Wirtschaftswachstum quasi für ein Naturgesetz halten.

SYSTEM ERROR beleuchtete dabei bisher häufig verborgen gebliebene Zusammenhänge und legt die selbstzerstörerischen Zwänge des Systems offen – einem System, an dem wir alle teilhaben, als Beschäftigte, Anleger oder Konsumenten. Denn der Kapitalismus durchdringt unaufhörlich immer mehr Lebensbereiche, verschlingt die Natur und gräbt sich am Ende selbst das Wasser ab – so wie es Karl Marx schon vor 150 Jahren prophezeit hat. Die Frage ist: Sind wir tatsächlich bereit für den Kapitalismus alles zu opfern?

Über „SYSTEM ERRORM“ wurde bereits im Mai 2018 in der ARD (ttt) berichtet, hier gucken.

Sehenswert: Interview mit Regisseur Florian Opitz zu SYSTEM ERROR
Wir lesen: „Florian Opitz … spricht darüber wie er auf die Idee kam einen Film über das Wirtschaftswachstum zu machen, über die Auswahl seiner Gesprächspartner*innen und die Frage warum Karl Marx eine wesentliche Rolle in seinem Film spielt. Er antwortet auf die Frage inwiefern ein Dokumentarfilm objektiv erzählen kann, was für ihn selbst Wohlstand bedeutet, ob er optimistisch oder pessimistisch in die Zukunft blickt.“ Quelle: YouTube

Über Florian Opitz
Florian Opitz (Jg. 1973) ist ein deutscher Dokumentarfilmregisseur, Autor und Journalist. Er entwickelte und realisierte zahlreiche Dokumentationen für verschiedene deutsche und europäische Sender, er arbeitete für verschiedene Politmagazine und gab als Gastdozent an verschiedenen Hochschulen Seminare zum Thema Dokumentarfilm. Opitz’ Filme behandelten bisher politische, historische und gesellschaftliche Themen.

Für sein Kinodebüt „Der Große Ausverkauf“ erhielt er 2009 dem Grimme-Preis. Der Film war darüber hinaus vornominiert für den deutschen Filmpreis 2008. Opitz wurde auf über 40 internationalen Filmfestivals eingeladen. „Der Große Ausverkauf“ lief in 8 Ländern im Kino und war auch nach Zuschauern einer der erfolgreichsten deutschen Dokumentarfilme im Kinojahr 2007.

2012 lief Opitz zweiter Kinofilm „Speed – Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ bundesweit sehr erfolgreich im Kino. Das gleichnamige Buch ist bereits im Herbst 2011 im Riemann Verlag (Random House) erschienen.

2015 erhielt Opitz zum zweiten Mal den Grimme-Preis (Buch und Regie) für den Film „Akte D: Die Macht der Stromkonzerne“.