Flensburg: Weltklasse-Jazzer Renaud García-Fons und Derya Türkan begeistern im Flensborghus

Am 11.08.2018 gaben in Flensburg zwei Weltklasse-Jazz-Musiker im Flensborghus ein „Grundton-D“-Benefizkonzert zugunsten des Salondampfers Alexandra: der französische Kontrabassvirtuose Renaud García-Fons und der türkische Kemence-Virtuose Derya Türkan. Und um es vorweg zu nehmen: beide begeisterten die 120 Gäste, sie mussten zwei Zugaben geben und wurden vom Publikum mit Herzlichkeit beklatscht und teils bejubelt. Mehr Fotos von der Veranstaltung, hier.

Der „Deutschlandfunk“ hatte in Zusammenarbeit mit der „Deutschen Stiftung Denkmalschutz“ das Konzert im Rahmen seiner „Grundton-D“-Konzertreihe ermöglicht. Die Sendung und die Aufzeichnung des Konzertes wird am Mo., 17. Sept. 2018, in der Sendung „Musik-Panorama“ beim Deutschlandfunk zm 21:05 Uhr gesendet.

Bei dem Auftritt der Künstler Renaud García-Fons und Derya Türkan am 11.08.2018 ging die musikalische Reise in Richtung östliches Mittelmeer. „Silk Moon“ heißt das aktuelle Album des Duos, ihr Programm spielt zwischen Andalusien und Istanbul – und das Publikum bekam einen Eindruck von dem Werk*.

Über die Künstler:
Renaud García-Fons gilt als einer der virtuosesten Kontrabassisten der Gegenwart im stilistischen Umfeld der Weltmusik und des Jazz. Renaud Garcia-Fons spielt bevorzugt einen fünfsaitigen Kontrabass, der ihm ungewöhnliche spieltechnische und klangliche Effekte gerade in den höchsten Lagen des Instruments gestattet.

In Kombination mit seiner ausgefeilten Zupf- und Bogentechnik brachte er es zu einer beispiellosen Virtuosität. Dabei beschränkt er sich nicht nur auf das tradierte Repertoire sondern setzt sein Instrument auch (mit den Händen wie mit dem Bogen schlagend) perkussiv ein – und, wie am 11.08.2018 im Flensborghus, legt er ein Stück Papier hinter die Saiten.

Derya Türkan ist ein Meister der klassischen türkischen Kemenche (3-saitige Geige). Er spielt sowohl improvisatorisch als auch das Repertoire der osmanischen klassischen Musik.

* Über das Album:
Eine freundliche Partnerschaft verbindet diese Musiker schon seit der Zeit, als sie sich das erste Mal mit dem bekannten Ney Spieler Kudsi Ergüner trafen. Bereits 2006 spielten sie auf dem Album „Minstrel Era“, das sich der klassischen ottomanischen Musik widmet, zusammen mit dem Cellisten Ugur Isic.

Ihre beiden Instrumente klingen auf „Silk Moon“ wie ein kleines Orchester, obwohl sie lediglich zu zweit sind. Renaud und Derya begeistern sich für den lyrischen Ausdruck, die tiefgründigen Gesänge der orientalischen und der Magam Tradition sowie für den Cante Jondo (Flamenco Gesang) aus Andalusien.

Über das klassische Spiel ihrer Instrumente hinaus entdecken sie zusammen neue subtile und poetische musikalische Räume. Das Album enthält großartige emotionale Momente mit einer bislang unbekannten Instrumentierung.

Hier ein Eindruck: Renaud García-Fons & Derya Türkan spielen „Silk Moon“, live auf dem „Morgenland Festival Osnabrueck 2017“