Inge Hannemann erklärt Austritt aus der Partei DIE LINKE

Die in Lüneburg lebende und bundesweit als Hartz-IV-Kritikerin bekannt gewordene Politikerin, Journalistin, ehemalige Arbeitsvermittlerin und Autorin („Die Hartz IV Diktatur. Eine Arbeitsvermittlerin klagt an) Inge Hannemann, hat am 6. September 2020 auf ihrer Website mitgeteilt, dass sie ihre Mitgliedschaft in der Partei DIE LINKE beenden wird. Die Gründe sind vielfältig.

Hannemann schreibt auf ihrer Website, dass sie: „fest (stelle)“, dass „die Empathie gegenüber Menschen, die aus der Gesellschaft draußensind auch bei den Linken zunehmend verloren geht. Ja, sie sind nicht immer einfach (aber wer ist das schon).

Es sind für mich inakzeptable Verhaltensweisen und Haltungen, wenn Forderungen in einem Klassismus enden: „Kinder, Frauen und Familien drohen die Verlierer der Corona-Krise zu werden“. Mag es links rüberkommen, wird auf die Weise suggeriert, dass alle anderen Gruppen, 

insbesondere die Erwerbslosen oder sonstige nicht abhängig Beschäftigten keine Verlierer*innen der Corona-Krise sind.“

Ferner kritisiert Hannemann, dass das Wahlverhalten der LINKEN-Wähler, die unter dem Status „arbeitslos“ geführt werden, … „um über die Hälfte innerhalb der letzten 11 Jahre“ geschrumpft sei. Das seien „Zahlen, die uns als Partei DIE LINKE. eigentlich erschrecken sollte und gleichzeitig dazu motivieren müsste diese Gruppe primär erneut in den Blick zu nehmen. Das sehe ich kaum noch.“

Weiter beklagt Hannemann, dass ihr die „politische Unterstützung“ fehle und ihr stattdessen „der Wunsch herangetragen“ würde, „doch etwas leiser zu sein“.

Hannemann: „Nein, das werde ich natürlich nicht tun – aber, es geht auch parteilos.“ Quelle: Website Inge Hannemann

Foto: Inge Hannemann, Politikerin (Ex-LINKE), Autorin und Hartz-IV-Kritikerin, am 29.06.2018 in Flensburg auf einer Podiumsdiskussion; hier: Hannemann nachdenklich. Mehr Fotos Inge Hannemann: ogy.de/9wwq