Kundgebung zum Tag der Arbeit in Flensburg

Ca. 25 Menschen fanden sich heute am späten Vormittag des 1. Mai 2020 bei kühlen Frühjahrstemperaturen, Wolken und teils Schauer auf dem Flensburger Südermarkt ein um zu demonstrieren. Eingeladen hatte die Partei Die Linke Flensburg.

An zwei Leinen hingen an Wäscheklammern befestigte Transparente. Auf diesen hieß es u.a. „Immunsystem stärken – Arbeitszeitverkürzung jetzt !!“ inkl. Foto von der LINKE-Politikerin Gabriele Ritter sowie „Danke heißt mehr Gehalt für Pflegepersonal und Reinigungskräfte““. Hier zur Fotogalerie

Heinz-Werner Jezewski, Politiker und Ex-Ratsherr für die LINKEN Fraktion im Flensburger Rat, hielt ein paar Worte.

„Wir sind solidarisch mit all jenen, denen die Kundgebungen zum 1. Mai verboten werden“, hatte es zuvor in der Facebook-Einladung geheißen.

Die Forderungen der LINKE:
“ – Voller Lohnausgleich für „Kurzarbeiter und Kurzarbeiterinnen
– Angemessener Schutz vor Infektionen für alle Arbeitnehmer*innen mit Kundenkontakt
– Risikozuschläge für diese Arbeitnehmer*innen bis zur Beendigung der Gefahr
-Angemessene Lohn-Zuschläge für Arbeitnehmer*innen im Home-Office
-Auskömmliche Zuschläge für Bezieher*innen von ALG-II für die Krisenzeit
– Eine Verlängerung der Anspruchsdauer für ALG-I um die Zeit, in der Einschränkungen gelten
– Keine Staatsleistungen an Konzerne, die Dividenden ausschütten
– Solidarität mit den Menschen in Staaten, die das Virus schlimmer getroffen hat als uns
– Solidarität mit Geflüchteten, die unter unwürdigen Bedingungen in Lagern hausen müssen
– Keine Grundrechtseinschränkungen, die nicht medizinisch unvermeidbar sind“.

Nach der kurzen Rede war schon Schluß, die Veranstaltung dauerte keine 30 Minuten.

Bemerkenswert, dass sich so gut wie kein Publikum für die Demonstration der LINKEN interessierte.

Noch am Samstag, 25.04.2020 als Verschwörungstheoretiker und andere dubiose Figuren ihre fragwürdigen Parolen an gleicher Stelle feilhielten (siehe Blog), waren ca. 150 Menschen am Südermarkt – allerdings bei sonnigen Wetter.

Ob’s daran lag? Wer weiß. In Zeiten von Covid_19 ist sowieso vieles anders. Eine reguläre Demo, wie in den letzten Jahrzehnten war nicht möglich. Die Gewerkschaft hielt die Ausführung von Demonstrationen in großen Stil für nicht verantwortlich.

Ob’s im nächsten Jahr besser wird? Niemand kann dieses vorhersagen.