Zustand der SPD: Kurz-Interview mit Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange

In diesem Kurz-Interview nimmt Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange, Stellung zur Großen Koalition in Berlin und erklärt zwei Äußerungen von ihr über ihre Partei (SPD), die sie bei Facebook veröffentlichte. Das Interview fand statt KURZ vor ihrer Bekanntgabe zur Kandidatur als SPD-Bundesvorsitzende.

Am 12. Februar 2018 gab Lange ihre Kandidatur für den Bundesvorsitz der SPD bekannt. Lange tritt gegen Andrea Nahles an und erklärte: „Ich werbe für eine Basiskandidatur und möchte den Mitgliedern wieder eine Stimme geben und sie an diesem Entscheidungsprozess ernsthaft beteiligen“.

Am 20. Februar 2018 verband Simone Lange ihre Bewerbung um den Bundesvorsitz mit einem Votum gegen die GroKo, einem Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD: „Ich glaube, der Geist des Koalitionsvertrages ist weder gut für das Land noch für die SPD. […] Ich werde beim Entscheid gegen den Vertrag und damit auch gegen die Große Koalition stimmen.“ Sie begründete: „Ich finde auf den 180 Seiten zu viel Unverbindlichkeit. In dieser Vereinbarung stehen zu oft die Wörter ‚wollen’ und ‚beabsichtigen’ statt ‚werde’.“ Quelle: shz / NDR

Und: „Wir leben in einer Zeit, in der die Armut in Deutschland so groß ist wie noch nie. Und da hat die Sozialdemokratie ihre Aufgabe. Der Koalitionsvertrag, der uns jetzt vorliegt, ist keine Abkehr von der Agenda-Politik. Es gibt noch einen zweiten Grund: Ich befürchte, dass das Erstarken der AfD damit dann auch vorgezeichnet ist.“[