Lesung und Diskussion mit „Muslim Men“ – Autorin Sineb El Masrar

Sie ist staatlich geprüfte Sozialassistentin, Kauffrau, Journalistin, Autorin und Herausgeberin einer Multikulti-Frauenzeitschrift (Gazelle): Sineb El Masrar. Am 08.11.2018 besuchte sie Flensburg und hielt vor rund 100 Studenten an der Europa Universitaet Flensburg eine Lesung und diskutierte anschließend mit den Gästen.

Sineb El Masar setzt sich in Ihrem neuen Buch „Muslim Men“ (Link zu Amazon.de) mit dem Image muslimischer Männer auseinander.

Was ist dran am Bild vom respektlosen, aggressiven Flegel? Sie spricht mit dem Publikum über ihre Vorstellungen und Hoffnungen, setzt sich kritisch mit Erziehungsstilen auseinander und offenbart das Erfolgsrezept von jenen, die erfolgreich in Politik, Wirtschaft oder Medizin sind. Für Sineb El Masrar ist klar: Echte Emanzipation im Islam beginnt bei den Männern und hier gibt es noch einiges zu tun!

Nach Ihrem großen Erfolg „Emazipation im Islam – Eine Abrechnung mit ihren Feinden“ hat die Autorin mit ihrem dritten Werk ein Bild muslimischer Männer gezeichnet, das zum Nachdenken bringt und klar macht, dass sich unsere Gesellschaft der Verantwortung gegenüber jenen frustrierten und abgehängten Männern nicht entziehen und sie vor allem nicht den“Rattenfängern im islamistischen und salafistischen Milieu überlassen kann“. Quelle: Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit

Einige ihrer Argumente:
Sineb El Masrar schreibt, alles beginnt mit Gewalt, mit Gewalt in der Kindheit:
„Da ist einmal die Gewalt, die Männer selbst sehr früh am eigenen Leib erfahren haben. Das geht durch die Bank weg bei allen, die ich getroffen haben. Egal, ob sie erfolgreiche Karrieremänner sind, zu den Gewinnern oder Verlierern gehören: Gewalt in der Erziehung, Gewalt in der Moschee gehörte immer dazu. Oftmals wurde berichtet, dass die Imame mit Stöcken auf die Gliedmaßen geschlagen haben. Auch der Ton war alles andere als freundlich. Schwarze Pädagogik ist damals wie heute noch existent.

Ein weiteres Problem ist ein sehr ambivalentes Verhältnis zur eigenen Mutter, aber auch der Druck, der innerhalb der Community herrscht. Wie die Partnerin zu sein hat, wie Intimitäten ausgelebt werden. Mädchen sind da viel stärker im Fokus der Mehrheitsgesellschaft, als auch ihrer Familien und der Community. Die einen betrachten sie als Opfer, die anderen als ihr Eigentum, um es mal sehr drastisch zu beschreiben. Die Mädchen leben ein stärkeres Doppelleben.“ Quelle: watson.de