STELLUNGNAHME: WILLI SCHEWSKI VS. RADIO FRATZ/ AKOPOL / INFOLADEN SUBTILUS

Weiter unten im Text ist ein Bildschirmfoto (siehe Foto) eines von mir (und mittlerweile von mir gelöschten Twitter-Account) erstellten Kurz-Textes zu sehen. Offensichtlich bin ich gemeint als der „scharf rechts abgebogene Fotojournalist“ und „verbitterte alter weiße Mann1 der „Frustration über die eigene Bedeutungslosigkeit am Freien Radio Fratz“ ausließen.

Hierzu habe ich anzumerken:

Mich öffentlich als „verbitterter Alter Weißer Mannr“ zu deklarieren, betrachte ich als eine Beleidigung und Verleumdung und ich halte mir juristische Schritte vor. In der Wortwahl des Autoren geht es nicht um die Sache, es geht um die Person und es geht darum, eine Person, die anderer Meinung ist, öffentlich zu diskreditieren und verschmähen und zu zerstören. Es ist Rache. Es ist Hass. Wer hasst, ist raus!

Der Begriff wird, wie die Pädagogin und Autorin Lamya Kaddor trefflich in einen Text bei T-Online beschreibt, als „… Schmähung oder als gezielter politischer Racheakt genutzt. Das ist respektlos und hilft uns nicht dabei, gesellschaftliche Probleme zu lösen (…,) Durch die Bezeichnung fühlen sich Menschen gekränkt, und, wenn immer möglich, sollte man auf Kränkungen verzichten.“

Ja, die Betitelung hat mich nicht nur gekränkt, sie hat mich retraumatisiert, ein schwerer seelischer Schockzustand. Aber es scheint dem Autoren scheiß egal zu sein. Es geht ihm um Wirkung, es geht ihn ums Zersetzung, es geht um Rache. Er verspürt Lust an der Macht um die eigene Minderwertigkeit zu kompensieren. Und es ist Kalkül des „Infoladen Subtilus“ – Autoren bewusst mich zu verletzen und zum verleumden und die ach so hippe moderne Sprache „Alte Weiße Männer“, „Boomer“ etc. gibt ihnen Zunder – man will den intellektuellen Anstrich wahren.

Weiter schreibt Kader: Sie (zu) benutzen, „verschafft (ihnen) Genugtuung oder sogar die Befriedigung von Rachegelüsten“. Und weiter: „Verletzungen und Verbitterungen der Vergangenheit sollen jetzt, wo das veränderte gesellschaftliche Klima es zulässt, zu Heilungszwecken ins Gegenteil verkehrt werden. Man will es denen, die einen bisher leiden ließen, mit gleicher Münze heimzahlen. Sie sollen spüren, wie es ist, ausgegrenzt, abgewertet und von oben betrachtet zu werden. So nachvollziehbar der Wunsch erscheint: Rache hat noch selten Probleme gelöst, meist nur neues Leid erzeugt.“

Und sie warnt: „Das verächtliche Reden über „alte weiße Männer“ kann aus Worten Taten werden lassen. Immer wieder gibt es Fälle, in denen etwa (frustrierte, ausgegrenzte) Jugendliche bei Konflikten mit Personen, die so markiert wurden, brutal zuschlagen und die Wut über ihre Marginalisierung in jeden einzelnen Faustschlag legen. Die Häufigkeit solcher Fälle wird steigen, je mehr das Feindbild genährt wird.

Dem ist nichts weiter hinzuzufügen!

ABER dieses:

  1. Grundsätzliches zu Bebauung des Bahnhofswaldes und die rechtswidrige Besetzung durch sogenannte „Unweltaktivisten“ vs. moralisches Gewissen

Warum geht es eigentlich? Zwischen Oktober 2020 und Ende Februar 2021 hatten sogenannte „Umweltaktivisten“ einen Teil des Bahnhofswaldes, dessen Grundstück Investoren gehört, ohne Einwilligung rechtswidrig besetzt gehalten. Sie wollten damit ihren Unmut gegen die Bebauung des Grundstückes mit einem Hotel und Parkhaus zum Ausdruck bringen.

Gegen den Bau hat sich zudem eine Bürgerinitiative (BI) gegründet. Dessen Gründer sind u.a. Anwohner der Schleswiger Straße, die sich Sorge um ihre Villen vor dem Hang zum Bahnhofswald machten. Die Vertreter der BI stellten ihrem Infostand zwischen Oktober 2020 und der Räumung Februar 2021 VOR bzw. NEBEN dem Gelände des Bahnhofswaldes, an die Bahnhofsstraße. Sie verteilten an Personen Informationsunterlagen und führten mit Passanten Gespräche.

Anzumerken ist, dass es zu einer untypischen Vereinigung von Kommerz (hier: Villenbesitzer) und Antikapitalismus (hier: linksextrem Autonome und Besetzer/innen) kam. Beide hatten gemeinsame Interessen: die Verhinderung des Baues des Hotels in den sogenannten „Bahnhofswald“, eines 2 ha großen Areals mit Hanglage zur Schleswiger Straße. Über das Für und Wider der Argumente will ich hier nicht eingehen.

Neben Villenbesitzer gesellten sich zur BI Mitglieder/innen der Schülerinitiative „Fridays for Future Flensburg“ sowie Vertretet vom BUND, der Flensburger LINKEN und weitere Personen und Vertreter/innen von Institutionen (u.a. ATTAC), die sich gegen den geplanten Bau des Hotels und Parkhauses auf dem Gelände des Bahnhofswaldes stellten und nach wie vor stellen.

Hierzu habe ich anzumerken: Ich habe NIEMALS kritisiert, dass sich Bürger gegen die Bebauungspläne engagieren. Entscheidend ist IN WELCHER FORM dieses geschieht. Geschieht dieses friedlich, habe ich selbstverständlich nichts dagegen einzuwenden.

Es ging mir in meiner Kritik NIEMALS gegen die BI oder anderer Personen und Vertreter von Institutionen und Gruppen, die auf dem Bürgersteig der Bahnhofsstraße ihren Protest gegen die Bebauungspläne der Investoren kund taten.

Ich habe NIEMALS, selbst als es zur Räumung Ende Februar 2021 kam, gegen die Bürgerproteste gewettert. Und selbst als diese zahlreich im Carlislepark erschienen und Krach machten gegen die Polizei und zuvor den privaten Sicherheitskräften und ihre Parolen verbreiteten, habe ich dieses nicht kritisiert. Warum auch? Ich bin hundertprozentiger Verteidiger des Demonstrationsrechts.

Und jetzt soll ich, der sich für die Grundrechte einsetzt, für die Pressefreiheit und Meinungsfreiheit stehe, „scharf rechts“ stehen? Wie absurd! Wie geistig umnachtet!

Ich muss als Bürger nicht jeden Grund für Demonstrationen gut heißen. Ich habe ein „moralisches Gewissen“, hierzu merke ich an:

Ich habe 2020, zu Beginn der Corona-Pandemie Demonstrationen der dubiosen Organisation „Flensburg für Grundrechte“ beobachtet und fotografiert. Ich habe bei Twitter und woanders scharf und kritisch kommentiert, gegen die Coronaverleugner. Es ist meine Pflicht als Fotojournalist und kritisch denkender Demokrat. Ich kann und konnte mitnichten mit meinem moralischen Gewissen vereinbaren, dass Demonstranten die Gefahr des Coronavirus herunterspielen und Covid19 verleugnen. Dazu habe mich mich geäußert. Oft.

Und dafür, das ich kritisierte, wurde und werde ich von Corona-Maßnahme-Gegnern bedroht, beleidigt und auch tätig angegriffen. Und man hat mich – man ahnt es schon: als Anhänger der „Antifa“ verleumdet. Oder als linksversiffter Fotograf deklariert, der blind dem System (Öffentlich Rechtlicher Rundfunk) folgt. Selbstverständlich habe ich – der Ausgewogenheit Willen – ebenso die Parolen der „anderen Seite“, die der Gegen-Demonstranten und fotografiert. Das ist professionell, handwerklich ok.

Aber selbst Professionalität nützte nichts, Berichterstatter leben nicht ungefährlich, aber das ist hinlänglich bekannt. Die Corona-Maßnahme-Gegner haben längst ihre „Feinde“ auskundig gemacht, fühlen sich als Opfer, es „reicht“ wenn ich mit Gegendemonstranten Gespräche führe, um als „einer von denen“ gebrandmarkt zu werden. Das Brandmarken nahm seinen Lauf, Schewski Media galt von nun an als Feind und „der Freund der Antifa“, wie mir eine Demonstration hasserfüllt ins Gesicht brüllte.

Das Beispiel zeigt: Hass schaltet das Gehirn aus, unter Hass ist seriöses Einschätzen der Lage und Argumente unmöglich, wer hasst ist blind.

Zurück zum Thema Bahnhofswald:

– Um es nochmals deutlich zu machen: Ich habe NIEMALS – auch wenn es immer wieder blind behauptet wird – für die Investoren und den Bau des Hotels / Parkhauses plädiert,

– ich habe an keiner Stelle zum Ausdruck gebracht, dass ich die Bebauung für gut heiße!

– Ich habe an keiner Stelle die gewaltfreien Proteste der BI und anderer Personen kritisiert und habe immer betont, dass ich Demonstrationen für den demokratischen Diskurs für notwendig halte.

Ich mach(t)e aber auch keinen Hehl daraus, dass ich mir keine Sorgen mach(t)e, dass das Hotel/Parkhaus nun – trotz Bürger-Proteste – errichtet wird. Dem Bebauungsplan wurde im August 2020 auf demokratischen Wege durch den Flensburger Rat zugestimmt. Als Demokrat akzeptiere ich demokratische Prozesse.

Die Einschätzung über die Legalität oder Illegalität der Einscheidung der Stadt Flensburg ist – im Zweifelsfalle – Sache der Gerichte. Bürger haben KEIN Recht sich über das Gesetz zu stellen. Das ist mein moralisches Gewissen – und so denken viele, nicht alle, vor allem Baumbesetzer stellen sich über das Gesetz – bewusst.

Man muss kein Jurist sein: Wer, wie die „Umwelt-Aktivisten“, Teile des Geländes des Bahnhofswaldes, das im Besitz von Investoren ist, in Beschlag nehmen, dort in die Baumkronen Hütten errichten und öffentlich postulieren, das sie das nun als ihr Areal betrachten und es verteidigen und sagen, „wir sind gekommen, um zu bleiben“ wir – wer so handelt, handelt rechtswidrig und muss mit der Reaktion der Eigentümer, der Polizei und der Staatsanwaltschaft rechnen.

Wenn ich nun in meinen Twitter-Texten diesen Fakt nenne, dass die Besetzung durch „Umweltaktivisten“ (im Gegensatz zum „Freien Radio Fratz Flensburg“ – aber dazu weiter unten mehr)“ rechtswidrig ist, heißt es NICHT im Umkehrschluss, dass ich mich FÜR die Interessen der Investoren und das Bauprojekt positioniere und/oder dessen Interessen vertrete.

Es ist mir das von „Infoladens Subtilus Gegenöffentlichkeit in Flensburg“ und anderen UNTERSTELLT wird und ich angeblich „Hetze“ betreibe, neuerdings der Querfront angehöre oder nur „bescheuert“ sei oder unprofessionell oder „unseriös“ oder „falscher Journalist“ sei oder „zu viel Zeit hätte“ und, als Gipfel: jetzt ein „scharf rechts abgebogener Fotojournalist“ sei – wenn jemand schlicht die Fakten nennt, so zu bezeichnen – ja wo leben wir denn? In der Diktatur?

Das Genanntes über mich in dem Blogartikel und auch schon vorher an diversen Stelle über mich geschüttet wird – dass ist schlicht VERLEUMDUNG – und dass werde ich mir nicht gefallen lassen!

Angst vor einen Profi, oder was?

Ich darf mir auf die Fahne schreiben, dass ich ein engagierter und kritischer Fotojournalist / Agenturfotograf und Blogger bin. Und ich habe Haltung. Ich muss meine Professionalität als Fotograf und Fotojournalist nicht belegen. Veröffentlichungen in namhaften Print & Onlinemedien im In- und Ausland (u.a. SPIEGEL, SÜDDEUTSCHE) sprechen für sich. Ich muss nicht die Verleumdung „eigene Bedeutungslosigkeit“ akzeptieren. Und: Neider gibt es wie Sand an Land. Und Deppen und Dummköpfe.

Bedeutsamkeit“, was´n das?

Ich muss, wie Dilettanten schreiben, NICHT bedeutsam sein wenn ich eine andere Auffassung habe. Und ich habe die geringsten Ambitionen „bedeutsam“ zu sein, ich mache meinen Job. Und, was bedeutet überhaupt „bedeutsam“? Will der Subilius Autor eine Nebelkerze anzünden um seine eigene Insuffizienz zu kompensieren? Und mal offen: vielleicht fühlt er sich gerader erst in der Gruppe der schwarz Gekleideten Figuren „bedeutsam“, vielleicht gibt ihm das Halt und Anerkennung, die er im Elternhaus nicht erfahren hat? Ich weiß es nicht – und: im Grund genommen ist es mir scheiß egal:

Was mir nicht scheiß egal ist, ist dass SO ein Schreiberling LÜGEN über mich verbreitet – da kann ich laut und hässlich sein – und das ist gut so!

Ich bin Bürger mit Meinung, mit Haltung – macht Dir das angst?

Das ich es NICHT für rechtlich und moralisch vertretbar halte, dass „Umweltaktivisten“ sich auf FREMDES Grundstück  ohne Zustimmung des Besitzberechtigten breit machen und dieses besetzen und Baumhäuser bastel und auf dem Gelände „Workshops“ und sonst was veranstalten – mit dem Argument wenn die Bäume gefällt würden, wäre das nicht umwelt- und klimaverträglich, dann verstößt das gegen meine moralischen Grundsätze.

Eine Besetzung ohne Zustimmung des Besitzberechtigten war und ist für mich NICHT mit „Zivilem Ungehorsam“ zu rechtfertigen. Sie, die Besetzer, nehmen strafrechtliche Konsequenzen in Kauf. Sie wussten, es würde früher oder später zur Räumung kommen. Sie wussten, es würde unschön ausgehen. Keine Räumung geht schön aus. Sie wussten, sie würden nichts gewinnen. Sie wussten, sie würden nur verlieren. Sie wussten, der Staat lässt sich nicht erpressen.

Dieses sind nackte Fakten. Wer diese erdrückenden Fakten nicht akzeptieren will, handelt bockig wie ein kleines beleidigtes Kind. Ich habe die Arroganz dass so zu nennen, das ist meine Meinung, meine Haltung, macht das angst?

2. Unkritische, einseitige Berichterstattung durch das Freie Radio Fratz Flensburg:

Ich habe von Tag1 der Besetzung im Oktober 2020 die Berichterstattung von Radio Fratz als unkritisch und einseitig zu Gunsten der Bahnhofswaldbesetzer eingeschätzt. Meine Kritik bezieht sich EXPLIZIT AUF DIE TWITTER-TEXTE von Radio Fratz, nicht weitere Sendungen des Senders.

Zunächst sei festgehalten, dass ich vor 2 Jahren als die Flensburger FDP und die CDU Flensburg die öffentliche Förderung des Senders von jährlich 20.000 Euro ablehnten, kritisierte (Die Sender-Verantwortlichen hatten die Diskussion darum Sep. 2018 bei Facebook öffentlich gemacht, siehe hier).

Mittlerweile habe ich meine Auffassung geändert.

Ich hatte schon frühzeitig in Kommentaren bei Facebook und Twitter auf die Einseitigkeit der Berichterstattung hingewiesen und mich gefragt, ob ein öffentlich geförderter Radiosender noch weiter gefördert werden kann, wenn dieser unkritische Berichterstattung für rechtswidrige Personen im Bahnhofswald macht, die ich in einem Tweet zynisch als „PR-Besetzer-Radio Fratz“ betitelte.

Wie ich zu meiner Einschätzung kam, möchte ich an einigen Beispielen festmachen:

Zunächst: Meine Kritik beinhaltet im Kern handwerkliche Fehler der Autoren. Wenn, wie im Beispiel 1:

Wenn Interviews mit Besetzern gemacht werden, dann darf ich als Radio-Nutzer von den Autoren erwarten, dass diese -der Information- Fairness & Ausgewogenheit willen- auch Stellungnahmen der Gegenseite (hier: Investoren, Stadt Flensburg, Polizei etc.) einbeziehen und gegenüberstellen. Das ist nicht geschehen.

Beispiel2: „Im Bahnhofswald wird gerade geklettert. Wer Bock hat klettern zu lernen .. kann kommen“

Kommentar: Es steht dem Fratz-Autoren selbstverständlich zu, Menschen zum Klettern zu animieren und dazu aufzurufen. Aber es ist die Frage, wer ist der Lehrende und wo findet das statt? Wenn die Reporter auf illegal besetztem Gebiet lehren und ein Radio dazu aufruft, dann macht sich, dass ist meine Auffassung, ein Radio zum Erfüllungsgehilfen der Besetzer. Es macht sich gemein mit Illegalität und unseriös. Und das wird öffentlich gefördert?

Beispiel3: „Heute im Bahnhofswald: Fratz stellt sich vor, gibt Einführung ins Radio machen und warum Gegenöffentlichkeit wichtig ist….“

Kommentar: Selbstverständlich steht es dem Radiomachern auch hier zu, einen Workshop zu leisten zum Thema „Einführung ins Radio machen“. Die Frage ist nur: wo wird das gemacht? Auf besetztem Gebiet, auf Privatgrundstück Fremder? Die Fratz-Autoren scheint es einen Deut zu interessieren. Wie mögen wohl die Eigentümer darüber denken? Und wie die rechtschaffenen Bürger, die Steuern zahlen und das Radio mit ihren Geldern mitfinanzieren? Hätte der NDR oder Deutschlandfunk so einen „Workshop“ gegeben, hätte es einen Aufschrei gegeben – aber das „freie“ und ach so kritische Radio Fratz darf wohl alles. Wird ja toleriert von den scharf linken extremen Kräften in Flensburg, nä?

Und die LINKE? Und was ist mit Bündnis90/Die Grünen? Wir müssen uns nichts vormachen: LINKS und Grün hat ein Problem mit scharf links. Ich darf verraten: ich bin Anhänger der Grünen, aber auch diese Partei macht mir massiv Bauchschmerzen. Auch in der Art, wie diese die PR des Radio Fratz für die Extremem im Wald – sage ich mal – toleriert.

Weiter Fakt: Um es KLAR ZU STELLEN: Ich WAR und bin bin kein Anhänger der CDU auch nicht der FDP.

Aber man muss nicht alles ablehnen, was andere sagen. Es gehört zum politischen Diskurs, zur Meinungsbildung, sich die andere Seite anzuhören auch wenn es weh tut auch wenn man nicht der gleichen Meinung ist.

Der aufgeweckt Bürger, so wie auch ich, macht sich Gedanken, informiert sich, breit. Und wenn ich lese, dass Mitglieder der Flensburger CDU Fraktion behaupten, dass „Ak­teu­re wie das in Flensburg ansässige linke Mailversand-Kollektiv „Black Mosquito“, dass dem „verfassungskritischen linksextremen Spektrum“ zuzuordnen sei, regelmäßige Sendeplätze eingeräumt wird“, dann bereitet mir das durchaus Sorgen.

Kann so einem Sender ein städtischer Zuschuss gewährt werden?

Ich habe versucht mit Radio Fratz ins Gespräch zu kommen, habe auf die Fehler hingewiesen, habe geschrieben, das man die Gegenseite bitteschön auch zu Wort kommen lassen müsse. Die Redaktion hat auf Stur geschaltet und mich bei Twitter blockiert. Wie auch, wer die Seite der extremen Seite vertritt, mit dem ist kein Dialog möglich.

Als dann die Flensburger FDP und CDU vor Kurzem den Entzug der Gelder erwogen, habe ich dieses nicht abgelehnt. Es ist meine freie Meinung. Nun werde ich dafür bestraft, beleidigt, verleugnet. Wer einen FDP- bzw., CDU Antrag liked wird diskreditiert. Oder geblockt. Nicht nur bei Radio Fratz, auch der ach so SPD-Mann mit Eier Böhmermann hat mich blockiert, weil ich den FDP-Tweet geteilt habe. Ok, kann ich locker mit leben.

Es ist nichts Neues, dass Menschen mit anderer Meinung sofort kategorisiert werden. Wir leben in immer extremeren Zeiten. Da mögen die (a)sozialen Medien oder die Presse allgemein eine Rolle spielen. Aber es sind Menschen die die Medien lesen, hören, sehen und Menschen, die diese machen. Wir wurde durch unser Erziehung – grundsätzlich – zu Konkurrenz, Egoismus geprägt. Unser Gesellschafts-System setzt auf Zergliederung, der Stärkere hat sich durchzusetzen. Ja, das ist ein Weltbild, auch der FDP, dem ich widerstrebe.

Und es gibt Menschen, die erleben im Elternhaus Zersetzung, keine Anerkennung. Wo suchen sie diese? U. a. auch in Gruppen, in Vereinen, in Parteien, in Institutionen. Wer dann nicht in die Gruppe passt, wer nicht deren Auffassung oder noch stärker. Gesinnung passt, wird bekämpft. Das kann mit Worten sein, je nach Gewalterfahrung in der Kindheit auch mit Taten. Wie Frau Kaddor oben schreibt:

Worten können Taten folgen. Covid19 hat die Menschen noch stärker sensibilisiert, auch verängstigt. Mensch sucht Schutz in Gruppen, in denen mensch sich stark oder stärker fühlt. Durch die Gruppendynamik kann sich ein Mob entwickeln, kommt Widerstand entgegen, auch noch so sachlich, bahnt sich die Wut in einen Mob und der tobt sich aus. Individualität, echte Freiheit anderer wird zum Feind.

Wer Hotel und Parkhaus auf ein – eigenes – Grundstück bauen will, wo Wald ist, löst das in der Gruppe der „Waldbschützer“, der Aktivisten Wut aus, Angst. Da kocht die Seele, da gehen die Emotionen hoch. „Wer nicht auf unserer Seite ist, ist Feind“, so einfach ist es. Wer Bäume fällt, ist Klimafeind, will, wie eine Person schrieb, die Klimakatastrophe. Da hilft kein Wort. Kein Nix. Da setzt der Verstand aus, da kocht die Emotion, da will uns jemand was weg nehmen.

Am Ende kommt es zu Stigma, Beleidigung, Verleumdung, man wählt beleidigende Modewörter die anderen weh tun, man fühlt sich geil, – man (Anarchisten) – ist ja in der Gruppe, nicht allein, da kann man hassen, wütend sein, da kann der Hass wüten, da ist es der Staat, der Kapitalismus, die FDPCDU etc. pp. Da gilt nicht mehr der Austausch, der Kontakt, da ist es legitim in der Gruppe illegitim zu sein, da ist man „Familie“, Famile-Horror.

Am Ende erlaubt man sich „Zwergenaufstand der der Alten Weißen Männer“ zu schreiben, in der Gruppe fällt es leicht zu verleugnende Pamphlete zu schreiben: und scharf rechts abgebogene Fotojournalisten.“. In der Gruppe fühlt ihr euch geil, aber ihr wisst: ihr seid traurige Gestalten, ich habe in Eure leeren Augen geschaut: da ist kein Leben, da ist keine Liebe, da ist nur Hass.